Migration Stadt Unna

Projektbericht

Basisinformationen

Branche: Stadtverwaltung

Produkte: MS Windows NT, MS Windows Server 2003, MS Exchange 5.5, MS Exchange 2003

Technologien: Windows Betriebssysteme

Projektdauer / -volumen: 2 Arbeitstage IT-Consulting, 22 Arbeitstage Dienstleistung

Motivation

Die Stadt Unna strebt eine Migration des bestehenden MS Windows NT Netzwerkes zu einem MS Windows Server 2003 Infrastruktur an. Neben der angestrebten Migration soll außerdem eine Umstellung vom bisher benutzten Microsoft Exchange 5.5 auf Exchange 2003 vorgenommen werden. Basierend auf diesen Grundsatzentscheidungen sind durch das hier zu erstellende Basiskonzept und der damit verbundenen Diskussion und Analyse grundlegende Entscheidungen zu treffen. Im Vordergrund dabei das Server-Betriebssysteme Windows Server 2003 sowie eine entsprechende Hardwareempfehlung bzw. die Dimensionierung der Server. Unter Berücksichtigung aller unternehmensrelevanten Gesichtspunkte soll in diesem Basiskonzept die Entscheidung für das Server-Betriebssystem und die damit verbundenen Abhängigkeiten, z.B. im Bereich Datensicherung, herbeigeführt werden. Damit wäre die Grundlage für das weitere Vorgehen geschaffen. Nach Fertigstellung des Basiskonzeptes werden abhängig von der Wahl des Microsoft-Betriebssystems entsprechende Tests und Pilotierungen durchgeführt. Die Erarbeitung dieses Konzeptes und der damit verbundenen Lösungsszenarien erfolgt in enger Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern. Dazu werden Abstimmungsgespräche vor Ort durchgeführt. Kerninhalte dieses Basiskonzeptes sind drei Schwerpunkt

  • Ist-Aufnahme
    • Die Ist-Aufnahme beschreibt die Ist-Situation soweit dies für die Erarbeitung des Konzepts erforderlich war.
  • Soll-Anforderung
    • Ebenfalls aus Gesprächen mit Mitarbeitern ergeben sich die unternehmensspezifischen Anforderungen an das Netzwerkbetriebssystem und an die Exchange Lösung.
  • Lösungskonzept
    • Im Lösungskonzept erfolgte die Umsetzung der Sollanforderungen unter Berücksichtigung der vorhandenen Ist-Situation in ein konkretes, unternehmensspezifisches Lösungsmodell. Dabei werden die Lösungsvorschläge mit den Mitarbeitern abgestimmt.

Strategische Vorgaben

  • Windows Server 2003 R2
  • Exchange 2003
  • Geringe laufende Kosten
  • Einfachheit im Betrieb
  • Wenig Ausfälle während und nach der Migration
  • Einfache Administration

Server Hardware

Für die Serverhardware gibt es keine Festlegung auf einen Hersteller. Strategische Vorgabe ist eine weltweit verfügbare Hardware von hoher Qualität (Preis/Leistung/Service). Die Server sollen weitestgehend standardisiert sein. Zudem sollen die Server über ein fehlertolerantes System verfügen.

Konzept zur Netzwerkmigration

Entscheidung für Windows 2003 R2
Bei der Stadtverwaltung ist die Entscheidung zu Gunsten der Serverbetriebssystem-Plattform MS Windows Server 2003 getroffen worden. In Gesprächen mit den Mitarbeitern wurden Vor- und Nachteile der Betriebssysteme und deren Domänen bzw. ADS-Struktur erarbeitet. Die jeweiligen Vor- und Nachteile hatten sich unter Berücksichtigung der unternehmensspezifischen Anforderungen und auch aus allgemeinen Betrachtungen heraus entwickelt. Eine Windows NT Umgebung ist nach dem heutigen Stand der Technik unsicher und ungeeignet. Dies kennzeichnet sich z.B. dadurch, dass der Support für Windows NT von Microsoft zum 31. Dezember 2004 eingestellt wurde. Damit werden spätere Sicherheitslücken nicht mehr behoben. Ein weiterer wichtiger Grund ist die Entwicklung des Active Directory Verzeichnisdienstes, der eine zentrale Ressourcen- sowie Benutzer- und Gruppenverwaltung ermöglicht und dabei standardisierte Protokolle wie das LDAP verwendet. Durch den Einsatz diverser Gruppenrichtlinien können so entsprechende Benutzerregeln gesetzt werden. Zudem kann eine Benutzer- und Netzwerkauthentifizierung mittels Kerberos erfolgen. Dieses bietet eine entsprechend hohe Sicherheit. Des Weiteren unterstützt Windows 2003 dynamisches DNS und dient der Vereinfachung der Administration, da die sich ändernden IP-Adressen automatisch im DNS aktualisiert werden. Das verwendete Dateisystem NTFS unterstützt nun auch die Datenkompression, Verschlüsselung und eine Quotierung der Daten.

Entscheidung für ein Messagingsystem

Neben der durchgeführten Migration wurde außerdem eine Umstellung vom bisher benutzten Microsoft Exchange 5.5 auf Exchange 2003 vorgenommen. Der Hauptvorteil liegt auch hier bei der zentralen Benutzerverwaltung, welche ebenfalls einer vollständigen Kontrolle eines Active Directory Servers unterliegt. Exchange 2003 gewährleistet damit eine verbesserte Stabilität und Leistungsfähigkeit. Somit ist ein schnellerer E-Mail Zugriff möglich. Neu ist außerdem eine effiziente Spamkontrolle durch intelligente Message filter, White- und Blacklists sowie ein Virus Scanning Application Programming Interface (VSAPI). Dadurch ist eine verbesserte Sicherheit gegeben. Des Weiteren unterstützt Exchange 2003 das Active Sync, welches eine direkte Synchronisation mit Pocket PCs, Smartphones und anderen mobilen Zugangsgeräten ermöglicht. Zudem wurde ein verbesserter browserbasierter Zugriff entwickelt, welcher ein effizientes Arbeiten über langsame, unterbrechungsanfällige Leitungen erlaubt. Durch ein optimiertes Offline-Caching sind die Dateien, die Geschäftsreisende unterwegs benötigen, sofort als lokalen Zugriff verfügbar. Dadurch ist ein effizientes arbeiten über langsame Verbindungen möglich ist. Ein Update auf Exchange 2003 ermöglicht zusätzlich eine bessere Server- und Standortkonsolidierung mit mehr Postfächern pro Server und mehr Leistung hinsichtlich des Replikationsverkehrs. Dadurch entstehen der Stadt Unna geringere Kosten.

Dimensionierung der Server

Bei der Hardwareausstattung sollte sich die Dimensionierung der Server sich an den aktuellen Marktangeboten orientieren und daneben aus Gründen des Investitionsschutzes auch Leistungsreserven vorsehen. Daraus lässt sich ableiten, dass für alle Windows 2003 Server der Stadt Unna aus Ausfallschutzgründen ein RAID-Plattensystem vorgesehen ist. Zudem wurden redundante Netzteile und HP Server eingesetzt.