Durch die ständig zunehmenden Globalisierung und dem damit verbundenen Konkurrenzdruck, wächst neben den fachlichen Anforderungen vor allem die Bedeutung der organisationsübergreifenden Zusammenarbeit (Collaboration) zwischen Mitarbeitern, Kunden und Geschäftspartnern.
Die Effizienz der Kommunikation zwischen Kollegen, Kunden und Lieferanten ist ein wichtiger Bestandteil wenn es sich um den nachhaltigen Einfluss auf Arbeitsqualität und "Time to Market" dreht.
UCC hat zum Ziel, die unterschiedlichen Kanäle, auf denen diese Kommunikation stattfindet, so zu bündeln und zu integrieren, dass sich daraus eine Organisationsoptimierung herleitet.
Auch zukünftig darf bei einigen Anwendern aus verschiedensten Gründen ein Telefon auf dem Schreibtisch nicht fehlen, Diese Anforderung wurde von den UCC-Lösungsanbietern erkannt und durch moderne, intuitive zu bedienende Endgeräte bis zu Telefonen mit High-end-Farbdisplay inklusive Touchscreen Displays die Bilder der anrufenden Teilnehmer wiedergeben Rechnung getragen.
Mit auf dem Markt vorhandenen und ausgereiften Unified Communications & Collaboration-Lösungen , hat die Differenzierung und Trennung von Computertechnologie und Telekommunikation ein Ende. UCC integriert Daten- und Sprachnetze, Endgeräte, Kommunikationskanäle, verschiedenste Nachrichtenformen, IT-Anwendungen sowie Prozessanwendungen.
UCC-Lösungen führen unterschiedliche Kommunikationsdienste zusammen dadurch werden Geschäftsprozesse signifikant beschleunigt. Dies führt einerseits zu Einsparungen bei den Betriebskosten, zum Beispiel durch reduzierte Reisetätigkeit oder geringeren Mobiltelefonkosten speziell im Ausland, und auf der anderen Seite zu Produktivitätsgewinnen. Auch eine Steigerung der Kundenzufriedenheit durch bessere Erreichbarkeit sowie die Ermöglichung von Mobilität und Heimarbeit für die Mitarbeiter tragen zu mehr Effizienz des Unternehmens bei. Durch Unified Communications & Collaborations können Telefon, Handy, Laptop, PDA, Smartphone, E-Mail, Fax, Instant Messaging, Web-, Sprach- und Videokonferenzen, Anwesenheitsfunktionen-Präsensmanagement auf einer Benutzeroberfläche zusammengefasst werden.
Aktuell werden UCC Lösungen zum Teil als fertiges Startpacket auf dem Markt angeboten, aber eine Standard Lösung ohne Anpassungen an vorhandene Systeme ist illusorisch. Wie aufwendig es für ein Unternehmen ist, eine UCC-Lösung zu implementieren hängt von den technischen Gegebenheiten und Anforderungen des jeweiligen Unternehmens ab.
Die Schnittstellen die die Applikationen verschiedenster Hersteller zusammen führen sind standardisiert. Das gewünschte zukünftige Kommunikationsverhalten der Mitarbeiter ist bei der Erarbeitung der Lösung stets im Blick zu haben. Denn die innovativste Technik nutzt nichts, wenn sie von den Nutzern nicht als sinnvoll und arbeitserleichternd empfunden wird.
Dienstleister die sich auf UCC spezialisiert haben sind in der Lage UCC Lösungen mit entsprechenden Werkzeugen anzubieten, welche intuitiv zu bedienen und mit geringen Investitions- und niedrigen Betriebskosten vereinbar sind. Wichtig für eine UCC Realisierung ist das alle notwendigen Vorschriften garantiert eingehalten werden. Durch integrierte Sicherheit, Verschlüsselung, Archivierung und Anrufberichte können gesetzliche Vorgaben leichter erfüllt werden. Durch die Nutzung der eigenen Server und Netzwerke besteht vollständige Kontrolle über sensible Unternehmensdaten, die ansonsten über das öffentliche Telefonnetz und Konferenzplattformen von Drittanbietern übertragen würden.
UCC gehört sicherlich die Zukunft, besonders da aus technologischer Sicht schon heute Lösungen realisiert werden können. Mit UCC erschließen sich neue Wettbewerbsvorteile für innovative Unternehmen unter anderem können Kundenanfragen deutlich schneller beantwortet werden, Experten und Verantwortliche werden schneller eingebunden, die Vertriebs- und Serviceprozesse werden beschleunigt, schnellere Reaktionen auf neue Anforderungen von Kunden und Geschäftspartnern. Dazu können für die Inbetriebnahme, Wartung und etwaige Erweiterungen mit UCC-Lösungen, im Gegensatz zu klassischen TK-Anlagen, deutliche Kosteneinsparungen erzielt werden.
VoIP nutzt für die Übermittlung der Gesprächsdaten das öffentliche IP-Netz und nicht wie herkömmliche Telefonnetze (Public Switched Telephone Networks - PSTN) eine Ende zu Ende-Verbindung. Wer im IP-Netz Daten ungeschützt versendet oder empfängt, wird schnell zum attraktiven Ziel für Hacker, auch wenn es sich um Sprachdaten handelt. Die hinlänglich bekannten Bedrohungen für Datennetzwerke sind demnach dieselben wie für VoIP-Infrastrukturen. Hinzu kommt aber, dass es sich bei Sprache um eine Echtzeitanwendung handelt, die deutlich sensibler ist. Die Folgen eines erfolgreichen Angriffes gegen ein Sprach-Datennetzwerk im Unternehmen sind entsprechend gravierender: Die um wenige Minuten verzögerte Zustellung einer E-Mail oder ein langsamer arbeitender Browser haben selten schwerwiegende Konsequenzen, wohl aber die Unterbrechung eines Telefonats oder ein Totalausfall des Kommunikationssystems.
Für das Abhören und Manipulieren von VoIP-Infrastrukturen ist kein physikalischer Zugriff mehr erforderlich. Während eines VoIP-Telefonats ohne entsprechende Sicherheitsmechanismen ist die Privatsphäre der Gesprächsteilnehmer nicht gewährleistet. So ist es Hackern nicht nur möglich, das Gespräch abzuhören, sondern auch einzelne Gesprächssequenzen herauszufiltern oder hinzuzufügen. Das Pendant zu SPAM heisst SPIT (Spam over Internet Telephony), und auch Viren oder Würmer werden ihren Einzug halten. Die größte Bedrohung aber stellen Denial of Service-Attacken (DoS) dar, die über ein einzelnes entsprechend präpariertes SIP-Paket das komplette Unternehmensnetzwerk unter Umständen bis zu einen Tag lang völlig außer Gefecht zu setzen.

Innerhalb eines Unternehmens sollten zunächst das Datennetzwerk und das Sprachdatennetzwerk über so genannte VLANs (Virtual Local Area Network) logisch getrennt werden. Dies ist eine erste Maßnahme, um beispielsweise internen Lauschangreifern das Abhören von Telefonaten zu erschweren. Darüber hinaus lassen sich mit VLANS eventuelle Durchsatzprobleme verringern beziehungsweise umgehen. Die herkömmliche Telefonie nutzt wie eingangs beschrieben eine physikalische Ende zu Ende-Verbindung und ist dadurch weitaus sicherer vor Angriffen. Es gilt also auch bei VoIP, eine 'virtuelle' Ende zu Ende-Verbindung innerhalb des Unternehmensnetzwerks einzurichten. Das heißt, innerhalb einer verteilten Unternehmensstruktur mit Außenstellen oder Home-Office Arbeitsplätzen muss eine Infrastruktur geschaffen werden, die den üblichen Bedrohungen standhält. Zudem muss sie gleichzeitig den anspruchsvollen Anforderungen der Echtzeitanwendung VoIP entsprechen.

Dabei lassen sich bestehende VPNs (Virtual Private Networks) also gesicherte Datenverbindungen zwischen einzelnen Standorten des Unternehmens für den Sprachdatentransport über das öffentliche Netz nutzen (Abbildung 1). Durch eine transparente Verbindung der beteiligten Netze ergeben sich somit keine erweiterten Anforderungen an die bestehenden Firewalls, sofern solche dort überhaupt implementiert sind. Voice over VPN gewährleistet zunächst die Sicherheit 'zwischen den jeweiligen Telefondosen' der Kommunikationspartner. Die VPN-Infrastruktur muss allerdings für den Einsatz in einer VoIP-Umgebung optimiert werden.
War die bisherige Nutzung von VPNs auf den Transport von Applikationsdaten (E-Mail, Terminal-Server, etc.) ausgelegt - und somit tolerant gegen ein bestimmtes Maß an Störungen - stellt nun der Transport von Sprachdaten eine mehrschichtige Anforderung an die virtuellen Netzwerkverbindungen und die darin zu transportierenden Daten. Für die Übermittlung müssen die für Sprache relevanten (S)RTP- und SIP(S)-Pakete den Tunnel möglichst ungehindert passieren können. Störgrößen wie Paketverlust, Latency und Jitter, welche die Sprachqualität negativ beeinflussen, dürfen die noch vertretbaren Grenzen (Paketverlust: <1%; Latency: möglichst < 150ms pro Richtung; Jitter: <30ms) keinesfalls signifikant überschreiten. Parallel muss der Datenfluss der VPN-Trägerverbindung priorisiert behandelt werden, da davon auszugehen ist, dass neben der VPN Verbindung weitere Daten (z.B. für HTTP, SMTP, etc.) über den Internetanschluss fließen (Abbildung 2). Werden diese Aspekte nicht berücksichtigt, sind erhebliche Sprachverzögerungen, Echoeffekte, störendes Knacken und sogar Totalausfälle während des Telefongespräches die Folge.
In einem optimal funktionierenden VoVPN-Netzwerk ist der mehrstufige Einsatz von QoS-Mechanismen an den Tunnelendpunkten und innerhalb des Netzwerkes somit unverzichtbar. VPN-Gateways, Router und Switches müssen diese Disziplinen beherrschen (Abbildung 3). Darüber hinaus müssen die VPN Strecken betriebssicher ausgelegt sein, wenn die Standort-zu-Standort Vernetzung keinen lokalen Ausstieg der angebundenen Standorte ins PSTN vorsieht. Für einen reibungslosen Transport innerhalb des öffentlichen Netzes können Carrier und ISPs mittels spezieller ATM Funktionalitäten oder dem Einsatz von MPLS die Implementierung ihrerseits noch unterstützen.