Internet per Laser aus den Wolken?

Sicht eines Wetterballons auf New York bei Nacht

06.03.2017 - Verbindungen per Glasfaser könnten bald schon nicht mehr die einzige Highspeed-Option sein, um über das Internet zu kommunizieren: Forscher des deutschen Unternehmens Vialight Communications (VLC) arbeiten derzeit an einer fehlerfreien Kommunikation mithilfe von Drohnen, Wetterballons, Satelliten und Bodenstationen, die allesamt untereinander per Laser kommunizieren können.

Diese Technik soll unabhängig von der Wetterlage funktionieren, erklärt VLC-Finanzchef Wolfram Peschko: Die unbemannten Fluggeräte kommunizieren jederzeit mit genau der optischen Bodenstation, die zu diesem Zeitpunkt am Besten erreichbar ist. Durch ein einfach realisierbares Kommunikationsnetz kann so eine durchgehende Internetanbindung garantiert werden. Zum jetzigen Zeitpunkt sind Übertragungsraten von 10 bis 100 GBit/s realistisch.

Diese Entwicklung soll jedoch das bestehende Glasfasernetz nicht ersetzen, sondern nur ergänzen. So kann durch die neue Technik dort eine schnelle Anbindung geschaffen werden, wo eine komplette Glasfaservernetzung zu kompliziert und kostspielig wäre - beispielsweise in den zahlreichen Tälern der deutschen Alpen.

Mehrere Großunternehmen aus den USA sind bereits interessiert an der neuen Technik. Immerhin ist die Kommunikation mit Flugdrohnen erheblich kostengünstiger als die Vernetzung per Glasfaser. Es wird sich daher zeigen, wie wir in Zukunft miteinander in Verbindung treten werden.